Die „Wilden“ beim Fußball – oder Engländer und ihr Lieblingssport ;o)

Im kleinen englischen Ashbourne gibt es kein Fußballstadion und dennoch sind die Einwohner dieser Stadt Fußballverrückt wie sonst niemand. Jedes Jahr am Faschingsdienstag und Aschermittwoch ist es aus mit der Dorfidylle, denn dann wird ganz Ashbourne zum riesigen Fußballstadion. Und das schon etwa seit dem 12. Jahrhundert. Diese Tradition nennt sich „Royal Shrovetide Football“ und ist in den letzten Jahren zum Magneten für Touristen geworden.

Royal Shrovetide Football

Das Spielfeld ist in diesem Fall etwa fünf Kilometer groß und die Anzahl der Spieler ist unbegrenzt.

Auch sonst hat dieses Fußballspiel nicht viel mit dem mordernen Fußball gemein. Der Grund hierfür liegt darin, dass die begeisterten Ashbourner zwar schon unbedingt Fußball spielen wollten, es aber zu der Zeit noch keine Regeln für diesen Sport gab. So entschloss man sich kurzerhand einfach eigene Regeln aufzustellen. Diese sind sehr einfach und lauten so:
Gegenüber stehen sich die Up’ards und Down’ards (nördliche und südliche Bewohner des Dorfes). Sieger ist, wer den gegnerischen Torpfosten dreimal mit dem Ball berührt. Der Ball darf dabei nicht in Taschen versteckt werden und Mord und Totschlag (!) sind verboten *g*. That’s it, wie die Briten sagen würden.

Eine weitere Besonderheit ist dabei, dass der Ball mit den Händen gespielt wird und nicht wie gewohnt mit dem Fuß bzw. wie es sich in letzter Zeit verstärkt einbürgert, teilweise nur mehr mit dem Kopf ;o)

Tja, jetzt verstehen so manche wohl besser, warum die Engländer - mit Ausnahme der WM 1966 im eigenen Land, die sicher getürkt war ;o) – bei den bisherigen Großveranstaltungen noch nie gewonnen haben – es scheitert offensichtlich schon am Regelwerk *g*

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