Das Spiel des Jahres nach „Die Brück am Tay“

Leicht abgewandelt das Parade-Stück „Die Brück am Tay“:

„Wann treffen wir beide wieder zusamm‘?“
„Um die neunte Stund‘, im Wiener Prater.“
„Im Happel“
„Ich schieß das Tor.“
„Ich auch.“
„Ich komme vom Flügel her.“
„Und ich von der Mitte.“
„Und ich vom Tor.“

„Hei, das gibt ein Ringelreihn,
und Österreich muß heim.“
„Und Deutschland, das immer gegen die Füße tritt
um die zehnte Stund‘?“
„Ei, die müssen mit.“
„Müssen mit.“
„Tand, Tand
ist Fußball im deutschem Land.“

Auf der Norderseite, das Kabinenhaus –
Löw schaut gen Österreich aus,
und die Deutschen, ohne Rast und Ruh
und in Bangen sehen nach Österreich zu,
sehen und warten, ob das Glück
wie eh und je „ich komme“ spricht,
„ich komme, trotz Unvermögen und Antipathie,
ich, des deutschen Glück.“

Und der Hicke jetzt: „Ich seh einen Schein
am andern Tor. Das muß es sein, das deutsche Glück.
Nun, Herzog, weg mit dem bangen Traum,
unser Cordoba kommt und will seinen Traum,
und was noch am Bankerl von Lichtern ist,
schick alles raus wie zur 78er WM,
die will heuer wieder mit uns sein, –
und in 90 Minuten ist sie herein.“

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