Adi Pinter im Interview

Wir ihr sicherlich schon wisst sind die EM-Blogger ganz große Adi Pinter Fans. In den Streifzügen durch das WWW haben wir ein paar Monate altes Interview unseres Idols gefunden, welches über den österreichischen Fußball und den Grazer Klubs im Speziellen geführt wurde.

Herr Pinter, Sie haben sich aus dem Fussballgeschäft etwas zurückgezogen, was machen Sie jetzt eigentlich?
ADI PINTER:

Meinen letzten Trainerjob hatte ich vor drei Jahren beim polnischen Klub Lech-Poznan. Ich verdiene mein Geld seit längerer Zeit mit Mental-Coaching-Seminaren. Am Donnerstag habe ich zum Beispiel in Loipersdorf einen Vortrag für 30 Führungskräfte der Wiener Städtischen Versicherung gehalten. Ich werde von Weltkonzernen, wie etwa Bayer-Chemie, gebucht.

Haben Sie die österreichische Fussballszene in den letzten Jahren verfolgt, speziell die Grazer Traditionsklubs Sturm und GAK?
PINTER:

Ja, natürlich. Der Blick auf die Bundesliga-Tabelle ist ein Trauerspiel. Es ist ein Drama, dass man es sportlich und wirtschaftlich so weit hat kommen lassen. Vor allem bei Sturm. Aus dem Millionengeschäft Champions League wurde nichts gemacht, man hätte eine gesunde Basis für die Zukunft legen können.

Würde es Sie, als aktuell erfolgreicher Geschäftsmann, trotzdem reizen einen der krisengeschüttelten Grazer Klubs als Trainer zu führen?
PINTER:

Ich habe gewaltiges Heimweh. 30 Jahre im Ausland sind genug. Ich werde mich jedoch nicht antragen, dass habe ich nicht nötig. Wenn die Klubs keinen Trainer wollen der sich quasi selbst finanziert, dann kann man nichts machen.

Wie meinen Sie das?
PINTER:

Ganz einfach. Ich garantiere Ihnen, wenn ich Trainer bei einem der Grazer Klubs wäre, wäre die Kiste bei den Heimspielen wieder bumsvoll. Außerdem bin ich mit dem Chef des deutschen Sportartikelhersteller Jako-Sport eng verbündet. Er hat mir seine Unterstützung für einen Verein, wo ich tätig bin, immer zugesichert.

Was müsste Ihnen ein Klub anbieten, dass Sie das Engagement annehmen würden? Viel Geld, wie etwa Red Bull Salzburg?
PINTER:

Klar möchte ich bezahlt werden, schließlich muss ich meine Familie ernähren. Aber so wie es derzeit in Salzburg läuft, dass wäre keine Herausforderung für mich. Ich brauche eine Bestätigung für meine Arbeit. In der Vergangenheit habe ich mit wenig Mitteln sechs Klubs vor dem Abstieg gerettet. Wenn man als Trainer erfolgreich sein will, braucht man Verbündete auf der Funktionärsebene und mehr Gehirnbenützer, als reine Gehirnträger! Mit den Spielern komme ich schon klar.

Adi – wir lieben Dich! Komm‘ wieder zu uns und zeige uns den Weg zum Europameistertitel 2008!

Kommentare

  1. Tastatur 20. April 2007
  2. Schneckerl 23. April 2007
  3. Tastatur 23. April 2007
  4. Lollipopp 24. April 2007

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