Communiqué der Ultras Rapid Block West 1988

Der Rapid-Block „Ultras Rapid Block West 1988“ hat folgendes veröffentlich:

Bezüglich der Vorfälle beim Ländermatch Österreich – Schottland nehmen wir Ultras Rapid Block West 1988 wie folgt Stellung:

Die Spruchbänder und Gesänge gegen den Kapitän des österreichischen National-teams waren im Vorhinein mit allen anderen Gruppen des Block West abgesprochen und nicht gegen das Team an sich, sondern nur auf die Person Andreas Ivanschitz ge-richtet.

Dies aus dem Grund, da selbiger Spieler mit seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg im Dezember 2005 unser Verständnis von Vereinstreue und Ehrgefühl, dem eigenen Klub und seinen Fans gegenüber, mit Füßen getreten hat. Die Vorkommnisse vom vergan-genen Mittwoch waren ein Ventil für die aufgestaute Enttäuschung, die er als vermeint-licher Erz-Rapidler durch seinen Wechsel zum Klassenfeind aus Salzburg und man-chen unbedachten Äußerungen im tagelang dauernden Wechsel-Hick-Hack noch ge-mehrt hatte. Ivanschitz seinerzeit in einem Kurier-Interview:“ Nach mehr als acht Jahren bei Rapid ist ein Wechsel für mich einfach logisch.“
Mag sein, dass ein Ländermatch kein geeigneter Schauplatz für derartige Kundgebun-gen ist, aber die Tatsache, dass A. Ivanschitz das erste Mal im Gerhard Hanappi Sta-dion aufgelaufen ist (beim Match Rapid – Red Bull im Frühjahr 2006 wurde er von sei-nem damaligen Trainer Jara vor dem Zorn der ganzen Rapid Familie bewahrt), hat uns zu diesem Protest geführt. Ein Protest, der in dieser Form einmalig war und ihm gegen-über nicht mehr vorkommen wird.
Selbst dem vermeintlichen Märtyrer Ivanschitz muss klar sein, dass unsere Aktionen nur ihm und seinem Verrat gegolten haben und sich nicht gegen das österreichische Nationalteam an sich gerichtet haben.
Wohl wissend, dem so genannten „harten Kern“ der Rapid-Fans aus der Seele gespro-chen zu haben, bitten wir den gemäßigten Teil der großen Rapid-Familie und die Natio-nalteamanhänger um Verständnis. Wir haben das mediale Echo auf unsere Aktionen unterschätzt und bedauern, dem Image und Ansehen des SK Rapid, vor allem in Per-son von Stadionsprecher und Klubservice-Leiter Andy Marek, geschadet zu haben.
Gleichzeitig verwehren wir uns aber mit aller Entschiedenheit gegen den Vorwurf ge-wisser Medien, das Spruchband „JUDASSCHITZ RAUS AUS HÃœTTELDORF!“ habe einen antisemitischen Hintergrund. Wieso sollte ein Anti – Ivanschitz Spruchband einen derartigen Background haben? Jeder, der Rapid Spiele besucht, weiß, dass wir jegli-chen politischen Strömungen im Block West entgegentreten.

Alle Journalisten, ÖEFB-Oberen und Fußballfans seien nochmals darauf hingewiesen, dass uns die anstehende Europameisterschaft im eigenen Land aufgrund negativer Be-gleiterscheinungen wie Kommerz und Repression stört, von uns aber keinerlei Störver-suche oder dergleichen zu erwarten sind. Dazu ist uns die über Jahre aufgebaute Fan-kultur beim SK Rapid zu wichtig und die EM letztendlich doch zu unwichtig.

Ultras Rapid Block West 1988

Interessante Veröffentlichung, aber wird wohl nichts bringen die öffentliche Meinung der „verirrten Köpfe“ zu verändern. Viel zu groß ist der Schaden und in ganz Österreich herrscht weiter Unverständnis über diese Aktionen. Die vielen „-“ in dem Text sind 1:1 von deren Website übernohmen worden, also kein Schlampigkeitsfehler von uns.

Eine Antwort

  1. pß0o9i8uj7hzgtr 25. März 2008

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