Was bleibt von den Jungen Wilden?

Die U20 Weltmeisterschaft ist vorbei, die U19 Europameisterschaft ebenfalls. Die einen haben international aufgezeigt, die anderen haben gut mitgespielt, aber leider Pech gehabt. Nichtsdestotrotz sind hier Spieler unterwegs die Europaweit zu den besten Teams zählen und in ihrem Jahrgang gefürchtet sind.

Was aber bleibt fürs Nationalteam und für die Bundesliga?

Die Helden sind zurück – nur die Bundesliga Trainer sind äußerst skeptisch was einen Fixplatz anbelangt. Peter Pacult sagte über seine Schützling Hoffer:

„Man darf nicht vergessen, dass man sich von Jimmy jetzt Wunderdinge erwartet. Aber er spielt nun nicht mehr gegen einen 19-Jährigen, sondern gegen einen Spieler wie Sedloski (Anm.: Mattersburg Verteidiger).“

Aber man darf sich über die Aussagen PP nicht wundern, denn er sagt manchmal komisches so wie bei der letzten Niederlage gegen Mattersburg:

Mit welcher Kette, ob Dreierkette, Achterkette oder Fahrradkette wir spielen war nicht entscheidend

Der Sturm Coach Franco Foda, welcher aus einer Not heraus stark auf junge Spieler setzt meint:

„Ich verstehe nicht, wie der ÖFB-Präsident so etwas fordern kann. Wenn ein Junger gut ist, dann spielt er auch. Aber das darf ein Trainer hoffentlich selbst entscheiden.“

Damit sieht es düster aus für die Jungen Wilden. Einziger Retter könnte Frank Stronach sein, der eine alte Idee von ihm wieder aufwärmt. Er plädierte erneut für die Schaffung einer ausschließlich aus jungen Österreichern bestehenden Mannschaft, die außer Konkurrenz in der Bundesliga mitspielen soll. Bereits vor drei Jahren brachte Stronach diese Idee auf – wurde aber von den Klubverantwortlichen nicht gutgeheißen. Frank Stronachs Magna würde das „Tiger Team“ bzw. den ÖFB bei der Realisierung finanziell unterstützen. Ziel ist es, dass der ÖFB gute Jugendspieler den Vereinen abkauft und wenn sie älter als 21 Jahre sind, wieder zu ihren Vereinen zurückkehren. Statt um Punkte, soll dieses „Tiger Team“ in der Bundesliga um Geld spielen und nicht absteigen können. Das biete laut Stronach mehr Anreiz.

Eine große Zukunft verspricht sich Stronach von diesen Team, denn diese wird alles in Grund und Boden spielen:

„Diese Mannschaft würde jeden Verein schlagen, auch die Austria oder Salzburg, weil sie so viel Begeisterung und Herz hat. Wenn dieses Burschen jede Woche zusammenspielen, putzen sie auch die Argentinier wie nichts.“

Dass Stronachs Austria jetzt auf die U20 Helden Madl und Okotie zurückgreifen wird müssen ist schon mehr als fix, denn Mäzen Stronach winkte mit dem Zaunpfahl und sprach Richtung Trainer Zellhofer:

„Ich werde ihm sagen, dass sie zumindest eine Hälfte spielen müssen. Die Austria könnte nicht existieren, wenn ich kein Geld hergeben würde.“

Die Reaktionen auf Stronachs Idee sind natürlich gleich mal ablehnend. Der Bundesliga-Präsident und Mattersburg-Präsident Martin Pucher lobt den Österreichertopf und meint, dass dieser ausreichend sei. Auch Rudi Edlinger von Rapid verweist auf seine Spieler Veli Kavlak, Erwin Hoffer und Andreas Lukse die bereits in der Kampfmannschaft sind und wenn er weitere Spieler an ein „Tiger Team“ abtretten muss, so bleiben ihm keine Spieler mehr für die U18 bzw. U19 Mannschaften Rapids.

Eine gute Idee von Stronach, die sich aber leider wohl nicht durchsetzen werden wird.

Eine Antwort

  1. Doan 27. Juli 2007

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