Österreichisch Teil 2: Stadiongespräch

Wenn die Fußball-Fans aus aller Herren Länder in österreichischen Stadien zu Gast ist, wird von allen Seiten viel über Fußball diskutiert. Um aber auch wirklich zu verstehen und um hier auch mitdiskutieren zu können, müssen gewisse Sprachbarrieren abgebaut werden. Dazu heute der 2. Teil des Österreichisch Sprachkurses mit dem Titel „Stadiongespräch“.

Abstauber: Tor aus kurzer Distanz. Abstauber passieren oft nach zu kurz geratenen Abwehrreaktionen des Torhüters.
Blutgrätschn: Ein besonders brutales Foul: entweder mit beiden gestreckten Beinden in die Füße des Gegners, Kniehöhe oder gezielt in Knöchel oder Achillessehne.
Eiertor: Ein eigentlich haltbarer Treffer.
Fett’n: Österreichisch für Effet.
Fersler: Ein mit der Ferse gespielter Ball. In Deutschland „Hackentrick“ genannt.
Gaberln: Jonglieren mit Fuß, Oberschenkel, Fuß oder Kopf. Dabei darf der Ball den Boden nicht berühren.
G’mahte Wies’n: Gemähte Wiese – Ein leicht zu schlagender Gegner, ohne allzu großen Arbeitsaufwand. Wohl alle Spiele in der Vorrunde der EM 2008 für die Österreicher.
Gurglpass: Ein verunglückter Pass, der in Halshöhe des Mitspielers gespielt wird.
Gurke/Gurkerl: Wenn der Ball durch die Beine des Gegenspielers geschoben werden. In Deutschland „Tunnel“ genannt.
Hundstruppe: Abfälliger Ausdruck. Bezeichnet eine schlecht spielende Mannschaft.
Jausengegner: Ein leicht zu „verspeisender“ Gegner. Eine gegnerische Mannschaft, von der nicht viel Widerstand zu erwarten ist. Im Volksmund auch gleichzusetzen mit Größen wie Andorra, Deutschland, Kuba, …
Öfa: Elfmeter
Scheiberlspiel: Der einstige Inbegriff des Wiener Fußball-Stils: Der Ball wurde dabei in Kombination an den Gegnern vorbeigeschoben. Der berühmteste Scheiberlspieler ist der Wiener-Fußballgott Matthias Sindelar.
Stanglpass: Ein scharf und flach von der Toroutlinie zur ersten Stange gespielter Pass. Ideal: ein mitgelaufener Spieler drückt den Ball dann über die Linie.
Tupferl: Antippen des Balles
Wuchtl: Jener Spielgegenstand der die Begierde der Mannschaften weckt – der Fußball selbst.

Mit unserem heutigen Beitrag in Sachen „Österreichisch“ im Stadion kann nun auch die Ãœberschrift des Beitrags von letzter Woche gelöst werden: „A tupferl, A gaberl, A scheiberl, A goi

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  1. Pingback: Fritten, Fussball & Bier 20. April 2007
  2. dijana gojcaj 15. Februar 2008

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